Aktuell herrscht ein günstiges Hypothekenzinsniveau im Vergleich zu den Vorjahren: Wir erläutern wie Sie sich diese Zinsentwicklung zu Nutzen machen können für die Anschlussfinanzierung Ihrer Baufinanzierung

Das derzeit günstige Zinsniveau für Immobilienkredite lockt nicht nur diejenigen, die erstmals im Begriff eines Immobilienkaufs stehen. Auch Immobilienbesitzer, deren Zinsbindung in der nächsten Zeit ausläuft, sind sicher nicht weniger erfreut darüber, dass der Trend zu stetig steigenden Zinsen durch die Finanzkrise vorerst gestoppt wurde. Allerdings lassen erste Anzeichen erkennen, dass Immobilienbesitzer nicht mehr allzulänge zögern sollten, um sich einen aktuell niedrigen Zins für ihre Anschlussfinanzierung zu sichern.
Läuft die Zinsbindung innerhalb der nächsten Monate ab, ist das für den Immobilienbesitzer der Idealfall, in dem er sich mit seiner Bank in Verbindung setzt und über die Konditionen für die nächste Finanzierungsrunde verhandelt.

Läuft die Zinsbindung aber erst in einem Jahr ab, dann ist für die Zinssicherung ein Vorausdarlehen, das so genannte Forward-Darlehen nötig. Hier sichert sich der Immobilienbesiter den derzeit geltenden Zins im Voraus und riskiert dabei, dass der Zinssatz zum tatsächlichen Beginn der Anschlussfinanzierung gar nicht so start gestiegen ist wie erwartet, sondern gleich geblieben oder sogar gesunken ist. Trotzdem gilt der mit dem Forward-Darlehen abgeschlossene Zins. Dafür, dass sich der Immobilienbesitzer den Zins quasi erkauft hat, muss er zudem noch einen Zinsaufschlag hinnehmen, der für die gesamte Anschlussfinanzierung Gültigkeit hat.
Die Höhe richtet sich danach, wie lange im Voraus das Forward-Darlehen abgeschlossen wurde; man kann aber sagen, dass er zwischen 0,1 und 0,3 % pro Monat liegt.

 

Unterschied zwischen Bausparkassen und Banken im Vergleich

Wer günstig an eine Baufinanzierung kommen will, der hat dazu verschiedene Möglichkeiten. Meist fällt einem nur die Bank als Finanzierungmethode ein, doch für langfristig orientiere Bauinteressierte kann die Bausparkasse eine bessere Alternative sein, zumal sie sowohl im historischen Vergleich wie unter den gegenwärtigen Bedingungen die besseren Finanzierungsangebote macht.

Der Unterschied zwischen Bausparkasse und Bank bei der Baufinanzierung ist einfach erklärt: Wer einen Kredit für einen genau geplanten Baubeginn oder Immobilien-Erwerb braucht, der geht zu einer Bank und bekommt bei entsprechenden Rahmenbedingungen (Bonität und Rückzahlungsfähigkeit) einen langfristigen Kredit, den er dann in festen monatlichen Raten zu tilgen hat.


Wer hingegen flexibel beim Termin zum Bauen oder Kaufen des Hauses oder der Eigentumswohnung ist, der kann zunächst bei einer Bausparkasse einen Teil des Eigenkapitals ansparen und dann nach einer gewissen Wartezeit einen im Vergleich sehr günstigen Bausparkassen-Kredit zur Baufinanzierung abrufen. Dieser Kredit durch die Bausparkasse hat auch den Vorteil, dass sie jederzeitige Sondertilgungen zulässt, was beim Bankkredit selten möglich und mit sehr hohen Kosten verbunden ist.

Der Vorteil der Baufinanzierung liegt also nicht nur im günstigen Zinssatz zur Baufinanzierung, sondern auch in der hohen Flexibilität bei der Rückzahlung. Dafür muss man aber als Interessent für eine Baufinanzierung über die Bausparkasse selbst etwas Flexibilität in seine Planung aufnehmen. Bausparen ist deshalb für jüngere Interessenten eine schöne Möglichkeit langfristige Ziele mit kurzfristigen Möglichkeiten der Geldanlage zu verbinden.